Die Sportschau - ein Alltagsmythos zwischen Religion und Kommerz
Als Markt-und Medienforschungsinstitut, das sich "tiefenpsychologisch" auf seine Fahne schreibt "ist uns nichts heilig". Am Beispiel der "ARD-Sportschau" erläutert Rainer Halbach in einem Interview mit dem Domradio, wie religionsähnliche Motive die Rezeptionsverfassung der Zuschauer durchformen.Diesen Umstand gilt es zu berücksichtigen wenn Werbetreibende und Programmverantwortliche über Auswahl und Positionierung von TV-Spots entscheiden müssen. Werbung passt, wenn Sie sich nicht nur an den soziografischen Merkmalen der Zielgruppe orientiert, sondern die Zuschauer in ihren Gefühlswelten abholen. Gleichzeitig kann passende Werbung auch dazu beitragen, dass mit dem Blick auf die Quote der Spannungsbogen einer Sendung nicht zu sehr gestört wird. Im Idealfall können sich Werbung und Programm sogar gegenseitig fördern.
Bei der Sportschau fasziniert die Botschaft: Jede Woche geht das Leben wieder unter gleichen Bedingungen von vorne los und es kommt oft anders als du denkst.
Eigentlich eine Steilvorlage für z.B. Versicherungsunternehmen, doch die vermisst man in der Sportschau noch.
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